20. Juli 2009
Vorlage der BWA für den
dann gemeinsam verabschiedeten Antrag aller Fraktionen des Gemeinderates der
Gemeinde Auenwald
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ostfalk,
Hiermit beantragen
wir, dass die Bürgermeister der Gemeinden des Weissacher Tales sich in und mit
der VVG Backnang für eine kreuzungs- und ampelfreie Verbindungsstraße von der
B14 bis zum Heininger Kreisel einsetzen. Diese Verbindungsstraße sollte
Kreisstraße sein.
Bis zum Abzweig dieser Straße am Schulhaus Richtung Maubach muss die B 14
4-spurig sein, da sonst der Stau in Richtung auf und aus Richtung des
Weissacher Tales vorprogrammiert und auf lange Zeit festgeschrieben wird.
Begründung:
Die fehlende
Verkehrsanbindung an die B14 ist das tägliche Problem der Bürger und der
Betriebe unserer Gemeinden. Sie kostet Geld, und die Umwelt und die Menschen in
den Ortsdurchfahrten werden unnötig belastet. Das geplante Bauwerk bringt die
nötige Entlastung nicht. Aus unserer Sicht wird mit der bis jetzt geplanten und
scheinbar auch von den politisch Verantwortlichen von Backnang und den
Gemeinden des Weissacher Tals akzeptierten Planung zwar viel Steuergeld
investiert, aber kein Ergebnis, d.h. keine wirklich nachhaltige Verbesserung,
erreicht. Aus diesem Grund wollen wir für eine sinnvolle Planung plädieren und
uns für deren Realisierung zum Wohle aller Betroffenen einsetzen / ist es uns ein dringendes Anliegen, hier intensiv
um sinnvolles Vorgehen zu kämpfen. Wir gehen davon aus, dass mit den jetzt
geplanten Maßnahmen die Verkehrssituation für viele Jahrzehnte festgelegt wird.
Deshalb dürfen unzureichende Überlegungen und nicht Ziel erreichende Planungen
von den Betroffenen nicht akzeptiert werden.
Unsere Überlegungen:
Mit dem jetzt 4-spurigen Weiterbau der B 14 bis Waldrems wird die Stau
erzeugende Kapazitätsreduzierung von 4 auf 2 Spuren lediglich von Nellmersbach nach Waldrems verlagert. Eine Entlastung der B
14, die eine Reduzierung von 4 auf 2 Spuren ermöglichen würde, entsteht ja nur,
wenn unterstellt wird, dass erhebliche Verkehrsanteile an dem neuen großen
Kreuzungsbauwerk Waldrems die B 14 verlassen.
Aus unserer Sicht ist dies auf Dauer aber nicht der Fall: Denn bei der
vorgesehenen Kreuzung in Waldrems führt die Verbindung zur Heininger Kreuzung
durch die angrenzenden Backnanger Ortsteile Waldrems und Heiningen. Hier ist
bereits seit längerer Zeit erkennbar, dass die Stadt Backnang die Verkehrsbelastung begrenzen und reduzieren will:
Bereits heute ist der LKW Verkehr > 7,5 t verboten, und es sind, was völlig
unüblich und äußerst selten auf solch wichtigen Straßen ist, bereits zwei
30-km-Zonen eingerichtet. Weiterhin kennen wir die regelmäßig wiederkehrende
Diskussion um die komplette Sperrung dieser Verbindung für den Durchgangsverkehr.
Aus Sicht der Stadt Backnang und der dortigen Anwohner ist dieser Wunsch
verständlich und für die Zukunft sicherlich richtig. Dies kann und darf jedoch
nur dann realisiert werden, wenn das Weissacher Tal eine leistungsfähige,
sichere, staufreie und damit umweltschonende Anbindung an die B 14 erhält.
Deshalb fordern wir
unverzüglich die Planung und die Umsetzung einer ortsdurchfahrtfreien
Verbindung der Heininger Kreuzung mit der B 14. Die Trassenfestlegung
ermöglicht dann den 4-spurigen Ausbau der B 14 bis zum Anbindungspunkt dieser
neuen Straße. Auf das große, kostenaufwändige Kreuzungsbauwerk in Waldrems,
inmitten von Bestandsbebauung, kann verzichtet werden.
Es ist uns klar,
dass diese zukunftssichere Lösung jetzt etwas höhere Investitionen, verlangt.
Diese höheren Investitionen sind jedoch gerechtfertigt, weil dadurch eine
tatsächliche nachhaltige Verbesserung zum Wohle aller entsteht. Bei der
jetzigen Planung wird, trotz ebenfalls großer Investitionssummen, jedoch kein
nachhaltiger Effekt erzeugt.
Unter dem Gesichtspunkt, dass durch die negative Krankenhausentscheidung gegen
Backnang eine schnelle verkehrstechnische Anbindung nach Winnenden gefordert
ist, erwarten wir auch vom Kreis hier kraftvolle und intensive Unterstützung.